Der wahrscheinlich letzte Eintrag…

Ich möchte mich noch einmal bei all denen bedanken, die mich während meines Aufenthalts so wunderbar unterstützt haben:
Ein riesengroßes Dankeschön an Frau Hauke, meine Flowmanagerin und Lehrerin, die das Praktikum koordiniert hat und jederzeit für Fragen und Komplikationen eine schnelle Lösung parat hatte.

Weiterhin danke ich dem gesamten Mary Evans Picture Library Team für das wunderbare Willkommenheißen und die herzliche Aufnahme. Ich habe mich super wohl gefühlt und sehr viel gelernt!
Vor allem gilt ein enormer Dank Rob, ohne den mein Englisch nur halb so gut geworden wäre! Danke, dass Du mich so oft zum lachen gebracht und dafür gesorgt hast, dass es eine unvergessliche Zeit wurde!

Und selbstverständlich gilt auch allen ein riesen Dankeschön, die meinen Blog so fleißig gelesen und immer schön Kommentiert haben. 🙂
Ohne euch wäre das Leben sowieso nur halb so schön!!!

 

8 Wochen ist es her…

… da startete ich mein Reise und nahm eine Auszeit vom Berliner Alltagsleben. Ich komme nicht drum herum, mir noch einmal meine Gedanken vor Augen zu führen: Ich war total aufgeregt, was das Londoner Leben so zu bieten hat, wie ein gewöhnlicher Alltag in dieser riesigen Großstradt aussehen wird, wie viel mir dieses Praktikum überhaupt bringt – nicht nur für die Erweiterung meines Wissens im Bezug auf die Arbeit und das Verbessern meiner Englisch-Kenntnisse.

Fest steht, ich habe viel gelernt! Mein englisch hat sich sehr verbessert. Das wichtigste für mich ist jedoch, dass ich diese Erfahrung mitnehme. Und, dass ich wunderbare neue Menschen kennen gelernt habe, die mir ans Herz gewachsen sind. Meine Zeit in der Mary Evans Picture Library war einfach fantastisch! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr willkommengeheißen und aufgehoben gefühlt.

Und jetzt ist die Zeit schon vorbei…
Aber nichts desto trotz werde ich natürlich trotzdem von meiner letzten Woche berichten:

Meine Arbeitswoche startete wie gewohnt. Ich habe meine Fotostrecken eingescannt, bearbeitete diese mit Photoshop CS5 und konnte mich über den Lunch und einen netten Plausch mit den Kollegen freuen. Viel gibt es hier eigentlich nicht mehr zu berichten. Ich habe versucht nicht all zu oft an meinen Abflug zu denken – ich muss gestehen, dass ich mich doch schon sehr auf zu Hause freue. Auf mein gewohntes Leben und vor allem die gewohnte Arbeit in der Bibliothek. Im endeffekt kann ich für mich selbst sagen, ich bin froh, dass ich diese Erfahrung machen konnte, doch das Arbeiten in einer Bibliothek ist (für mich) einfach das richtige. Natürlich nehme ich die neu erworbenen Fähigkeiten mit und freue mich definitiv über alles was ich hier lernen durfte.

Die letzte Woche ist leider vom Freizeitspaß her etwas karg. Es gab nicht sonderlich viel für mich zu tun, außer die letzten Vorbereitungen zu treffen und mich von der Stadt fürs erste zu verabschieden. Ich war ein wenig in der Oxfort Street bummeln und an meinem letzten Tag waren alle Kollegen nocheinmal zusammen essen gegangen. Es war wirklich ein schöner Abschluss. Nach der Arbeit haben einige den Abend noch entspannt in einem nahegelegenen Pub ausklingen lassen. Ich kam nicht dazu nein zu sagen, es war eine wunderbare Gelegenheit sich noch einmal von meinen liebgewonnenen Kollegen zu verabschieden.

 

Endspurt: Sieben Wochen London

So langsam geht es auf das Ende meines Auslandspraktikums in der Mary Evans Picture Library zu. Die 7. und vorletzte Woche hier in London versuche ich nun nocheinmal richtig zu genießen.

Meine Aufgaben bestanden diese Woche wieder einmal größtenteils daraus, meine Fotostrecken einzuscannen und zu bearbeiten. Den Ablauf muss ich wohl nicht noch einmal beschreiben. Dafür merke ich, dass ich mich mit Photoshop immer besser auskenne. Ich habe zum Beispiel für mich entdeckt, dass es ratsam ist, sowohl Größe als auch die Werkzeugspitze variieren zu lassen, wenn man Retuschen mit dem Clone-Stamp machen möchte. Bei einem Hintergrund mit einem Farbverlauf ist es einfacher eine Werkzeugspitze mit weichen Kanten zu benutzen. Somit muss man nicht übervorsichtig sein, damit die Bereiche von 2 Farben bzw.Tönen geschmeidig in einander überlaufen. Die Arbeit ist oftmals entspannend. Grade wenn es regnet ist es hier sehr gemütlich, dass kam in dieser Woche recht häufig vor. Die Temperaturen haben sich auch wieder etwas abgekühlt und es sind oftmals angenheme 21 Grad.
Besonders war an dieser Woche, dass mir die Verantwortung für die Vertretung unseren Scann-Experten übertragen wurde. Es war nur für einen Tag und es gab auch nicht übermäßig viel zu scannen, aber trotzdem ist es schön zu merken, dass einem so etwas wichtiges anvertraut wird. Das gab mir auch die Möglichkeit ein wenig mit anderen Kollegen zu arbeiten und diese vor allem etwas besser kennen zu lernen. Am Ende des Tages war ich sehr froh, dass alle offenbar mit meiner Arbeit sehr zufrieden waren und mir dafür ein Lob aussprachen.


Am Wochenende:

Endlich habe ich es einmal geschafft den Brixton Market zu besuchen. Zusammen mit ein paar Kollegen, die sich mir angeschlossen haben. Wir waren erst in einem gemütlichen Pub. Das schöne daran ist, dass ich dadurch auch ein mal die Chance bekomme mit Fremden in Kontakt zu treten. Das verbessert das Englisch ungemein und nimmt einem auch den letzten Rest an Hemmungen vorm Sprechen. Ich habe mich zudem gefreut, dass Berlin laut der meisten, die ich getroffen habe, hohes Ansehen als Stadt genießt. Und noch mehr gefreut habe ich mich, zu hören, dass sich Deutsch für Ausländer anscheinend sehr interessant anhört. Bisher habe ich nur Positives über meine Heimatstadt gehört und bin ehrlich gesagt recht überrascht… und ein wenig stolz bin ich auch. 🙂

Am Samstag habe ich mir in der Beetles+Huxley Galerie eine sehr interessante Ausstellung von Vivian Maier, einer brilliante Fotografin, angesehen. Einige Wochen zuvor sah ich diese interessante Dokumentation „Finding Vivian Maier“ über eine Frau mit einem dunklen Geheimnis. Als ich erfuhr, dass die Ausstellung hier nach London kommen würde, wollte ich unbedingt dort hin. Die private Galerie hat nur einen Raum somit konnte ich die fantastischen Bilder von Filippo Minelli in der Serie Silence / Shapes auch noch bewundern. Anschließend habe ich noch einen längeren Spaziergang durch den Green Park gemacht und mir ein kleines Picknick gegönnt.

Meinen allerletzten Sonntag hier verbrachte ich mit Annika in East London, Old Truman Brewery. Es gibt eine Menge an schönen Shops mit Klamotten und vor allem super gutes Street Food. Ab und an kann man in der Straße auch etwas Street Art sehen. Es gibt einige Künstler, die dort Kunststücke aufführen, ihre brilliante Musik zum Besten geben und vieles mehr. Die Atmosphäre ist auf jeden Fall sehr gut und die Straßen sind nicht so Touristenüberfüllt. Auf alle Fälle einen Besuch wert!

Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf meine letzte Woche. Schon lustig…
Bevor ich hier war, waren genau das meine Gedanken bei der Anreise. Nun sehe ich dem Ende meinens Aufenthalts mit eben diesen Gefühlen entgegen, nur diesmal umgekehrt. Einerseits freue ich  mich riesig, all die lieben Menschen wieder zu sehen, die mir so wichtig sind. Andererseits bin ich jetzt schon traurig die Stadt hier bald verlassen zu müssen, und auch meine Kollegen hier nicht mehr sehen zu können, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe! Es fühlt sich komisch, an sich sowohl zu freuen als auch traurig zu sein.

Eins steht fest: Noch bin ich hier! und ich genieße es!

Meine 6. Woche

Entschuldigung für die Verspätung!
Es tut mir schrecklich Leid, dass ich meine Veröffentlichungstermine oftmals nicht einhalte. Es ist schwer Blogeinträge zu schreiben, wenn man doch eigentlich viel lieber etwas anderes erleben möchte und abends dann todmüde ins Bett fällt.

Nach 6 Wochen ist die Routine auf jeden Fall drin! Das zur Arbeit Laufen, das Einkaufen gehen, ein kurzer Smalltalk mit der Kassiererin, selbst das fahren mit der Tube. Ich fühle mich nicht länger wie ein Tourist. Ich fühle mich mehr als ein kleiner Teil des londoner Lebens. Es ist seltsam, wie schnell man sich an etwas Neues gewöhnen kann. Ich kenne die Wege, mit denen ich in die Stadt fahre, weiß an welcher Stelle ich auf dem Bahnsteig stehen muss, damit ich am richtigen Ausgang aussteigen kann… es sind die kleinen Dinge, die einem zu Hause nicht auffallen, warum man sich so heimisch fühlt. Das habe ich hier auf jeden Fall erkannt.

Auf Arbeit nehme ich wie gewohnt meinen Platz an meinem eigenen Schreibtisch ein. Es ist schön einen festen Platz zu haben, an dem man in Ruhe arbeiten kann, dass weiß ich aus Erfahrung. Es gab diese Woche eine neue Aufgabe zu erledigen. Ich habe eine Bestandsliste des Archivguts anfertigen müssen und somit auch einen Einblick in das Programm Excel bekommen. Damit hatte ich mich bisher noch nicht auseinander gesetzt. Für die Liste habe ich alle Titel der Bücher mit Erscheinungsjahr aufgelistet und ab und an – wenn es wichtig erschien – noch eine Bandzählung hinzugefügt. Das war vor allem nötig, wenn kein Erscheinungsjahr vorhanden war. Weiterhin habe ich die Fotostrecken in hoher Auflösung gescannt und mit Photoshop, wir benutzen übrigens CS5, bearbeitet und zugeschnitten. Ich bin sehr froh über die Arbeit mit Photoshop, denn ich habe eine Menge über das Programm und die Benutzung der Werkzeuge gelernt. Vor allem dadurch, dass ich auch mal ein bisschen mit den Tools experimentieren konnte.


Am Wochenende:

Freitag nach der Arbeit ging es ein letztes Mal zum Modle Market in Lewisham. Und an dieser Stelle muss ich einfach mal das Essen loben!!! >>Ja, das Essen!<<
Es ist einfach unfassbar gut. Diesmal habe ich mir einen ziemlich leckeren Burger gegönnt. Somit habe ich mich schon mal verabschiedet, weil ich diesen besonderen Ort wahrscheinlich so schnell erstmal nicht wieder sehen werde. Aber, wenn ich wieder nach London komme, wird das auf jeden Fall auf meiner „To-Do-Liste“ stehen!
Auf einen sehr schönen und entspannten Abend, mit vielen neuen netten Bekanntschaften folgte ein Gammeltag. Ich weiss nicht, ob ich ein schlechtes Gewissen haben sollte, weil ich an diesem Tag absolut nichts gemacht habe, aber ein bisschen ausruhen kann nicht schaden. Vor allem dann nicht, wenn am nächsten Tag ein ganzer Tagesausflug ansteht.
Das Ziel: Brighton!
Das fantastische an London ist, dass es nicht lang dauert, bis man dem Stadttrubel entflohen ist und sich ganz plötzlich und wiedererwartend an einem Strand mit klarem, smaragtgrünen Wasser wiederfindet. Der Strand in Brighton ist ein Kieselsteinstrand und hat eine wunderschöne braun-orange Farbe, die im Kontrast mit der Farbe des Wassers steht. Ein wirklich schöner Ort. Was braucht man mehr, als das und noch das Glück strahlend blauen, wolkenlosen Himmel über sich zu haben? Der perfekte Tag ist aber erst dann abgerundet, wenn man einen Tropical Burger von Grubbs essen kann! Na gut, um ehrlich zu sein, hat es der Tropical Burger nicht auf meine Favorietenliste geschafft, aber dafür war es ein tolles Erlebnis. Ich habe nämlich einen heißen Tipp bekommen, dass die Geschmacksentfaltung von Erdnussbutter, Ananas und Banane auf einem Burger ganz unglaublich sein soll. Es war in der Tat nicht so schlecht, wie es sich vielleicht anhören mag.
Auf dem Pier kann man sogar einen kleinen Vergnügungspark besuchen, mit allem, was dazugehört. Folterinstrumente, ganz wie es beliebt. Ich hab keines von alle dem genutzt, stattdessen habe ich nur mal übers Wasser geschaut. 🙂 Das hat mir schon ausgereicht. Die kleinen Häuschen erinnern stark an Notting Hill, finde ich. Und in den Lanes gibt es kleine Geschäffte und tolle Sachen zu sehen. Es war ein gelungener Ausflug.

Seine Reise kann man übrigens über die National Rail Website planen und auch dort die Tickets online kaufen.

SUPER MEGA Sonderausgabe! DIE 5. WOCHE

Diesen besonders ausführlichen Beitrag widme ich einer ganz besonders neugierigen Leserin, der ich an dieser Stelle auch gerne für ihr Interesse und die Unterstuetzung danken möchte. 🙂

So, wo starte ich den jetzt? Am besten wohl am Montag!

Monatge… Seufz.
Eigentlich ist dieser Tag, der, an dem ich mich am besten in der Lage fühle mein englisch zu verbessern. Zwar ist das Aufstehen nach dem Wochenende trotzdem, wie auch in Deutschland, schwer – aber die Motivation wieder einmal englisch sprechen zu können ist ein guter Antrieb.
Wo ich grade so erzähle, fällt mir ein, dass ich meine Wohnsituation ja ganz außer Acht gelassen habe. Das sollte ich natürlich schleunigst ändern!
Ich lebe, wie schon erwähnt, in einem recht hübschen Apartment. Es hat eine ziemlich edel eingerichtete Eingangshalle und zugegeben, am Anfang habe ich mich erschrocken. Mit der Zeit sieht man aber doch mal Leute auf den Fluren und im Fahrstuhl zwischen der Fahrt vom 12. Stock bis ins Erdgeschoss. Und ich muss sagen, keiner sieht aus wie „entsprungen: Marke Superreich“. Ich hatte ja erst gedacht, dass hier nur Prada-Täschchen-Träger mit Gucci-Hundehalsbaender tragenden Hunden ein und ausgehen. Aber thanks God, in London sind die Gehaltsstufen scheinbar etwas anders als bei uns.
Zudem war diese Woche besonders, weil meine Mitbewohnerin für einige Tage im Urlaub war. Das heißt, ich hatte die Wohnung ganz und gar für mich. Was wiederum heißt, dass ich endlich einmal ein wenig fernsehen konnte. Das Programm machte mir allerdings eine Strich durch die Rechnung. Nach der 3 Widerholung der selben Simpsons Folge – ja, die habe ich mir wirklich alle angesehen! 😉 – entschied ich mich das Fernsehen wegen Uninteressantheit sein zu lassen. Es war trotzdem eine nette Abwechslung, denn für gewöhnlich sind wir beide (meine Mitbewohnerin und ich) immer sehr darauf bedacht so leise wie möglich zu sein. Die Wohung ist sehr hellhörig und zudem füren wir eine – nagut, im Grunde gar keine Beziehung. Es ist ein stetiges an einander Vorbeileben. Aber ich will mich nicht beklagen. Es ist ganz in Ordnung so! Und wenn man sich dann doch mal über den Weg läuft, gibt es natürlich trotzdem einen netten Smalltalk.

Nun gut aber zurück zum Montag und dem Rest der Woche.
Der Tag begann mit dem Beenden meines ersten großen Projektes. Alle Cover der Si-fi Reihe „Fantastic Adventures“, die ich bearbeitet habe, sind nun in der Datenbank mit Verschlagwortung und Beschreibung vorhanden. Der nächste Schritt ist dann das Hochladen der Bilder zu den jeweils passenden Bildnummern.

Nach dem ich das Projekt erfolgreich beendet hatte, ging ich unserem Scann-Experten ein wenig zur Hand und übernahm einige kleinere Scann-Aufträge für ihn. Es handelte sich dabei vor allem um Sepia-Illustrationen von Hunden. Mary Evans war anscheindend verrückt nach Hunden, denn die Picture Library beherbergt Unmengen an solchen Illustrationen und Fotos.
Die Bilder wurden in der selben Prozedur wie immer bearbeitet. Mit Photoshop und den entsprechenden Werkzeugen. Besonders knifflig ist es allerdings mit der Farbbalance. Es ist ein wenig Übung und ein gutes Auge erforderlich, um die richtige Farbeinstellung hin zu bekommen. Viele Bilder haben nach dem Scannen einen „Grundfarben-Stich“, manche sind zu rotstichig, manche sind zu grün. Das beeinflusst vor allem auch die Klarheit der Bilder. Ich denke, ich habe mich jedoch schnell eingefunden.
Damit war die Arbeitswoche eigentlich auch schon um. Freitag startete ich dann in mein 2 großes Projekt, dass ich wieder alleine betreue.

Es handelt sich hierbei um das Einscannen verschiedener Fotostrecken mit unterschiedlicher Thematik. Meine ersten Strecken waren Fotos von professionellen Models für die Werbung von Pflege- und Haarprodukten wie zum Beispiel Nivea. Das besondere war diesmal, dass nicht die Bilder selbst sondern deren Negative gescannt werden sollen. Dafür lernte ich wieder eine neue Einstellung mit dem Epson-Scanner-Programm und noch mehr Tricks zur Bearbeitung. Durch das Drücken von Strg + I wird das Negative Bild umgekehrt. Dann sollte der Kontrast aufgewertet und die vorher erwähnte Farbbalance einstellen werden. Viele Negative sind im laufe der Zeit durch Sonnenstrahlen und andere Umstände ein wenig beschädigt. So müssen alle Kratzer und Staub mit dem Clone-Stamp beseitigt werden. Zudem bietet es sich an bei „Beauty-Pictures“ ein wenig Glanz in die Haare zu schmuggeln oder den Lippenstift des Models ein wenig dunkler und kontrastreicher zu schummeln. Vor allem diese Art von Bearbeitung macht mir riesig Spaß!


Am Wochenende:

Den Freitag Abend ließen Annika und ich gemeinsam ausklingen. Dazu trafen wir uns in der Stadt und genossen einen Snack zusammen. Ich habe mir dazu noch ein Gingerbier gegönnt, dass allerdings mehr nach Ginger als nach Bier geschmeckt hat. Naja, trotzdem super lecker!

Samstag Vormittag habe ich mir meine Oyster-Card und den Fotoapperat geschnappt und bin nach Notting Hill gefahren. Dort habe ich mir tatsächlich den Touristenüberfüllten Portobello Market angesehen. Er wird beschrieben als Antiquitätenmarkt, verkauft werden rare Schätze – zumindest wird es so in meinem Reiseführer angepriesen. Wenn ihr mich fagt… spart euch den Portobello Markt, wenn ihr ein wenig bummel wollt. Für mich gab es nur einige wenige interessante Sachen zu sehen. Zum einen war da dieser tolle Laden mit den Kunstwerken des Straßenkünstlers Banksy zu sehen bzw. zu kaufen. Dann gibt es noch einige Shops mit wirklich sehr speziellen Kleidungsstücken und natürlich die vielen Stände mit essen!
Einiges davon sah wirklich besonders aus, und ich meine besonders in einer sehr positiven Weise. Wer kann schon von sich behaupten einen Cocktail aus einer ausgehöhlten Annanas getrunken zu haben? – ich gehöre übrigens leider nicht da zu.
Dafür habe ich mir aber ein ganz besonders großes Bruscetta Brot mit extra Käse gegönnt und war für den Tag voll auf zu frieden!

Das Wetter am Sonntag war wieder mal einmalig. Annika und ich haben uns an der Station Westminster getroffen und haben dann ein Picknick im Park in Hampstead gemacht. Der Park ist toll und vor allem riesig. Von der Aussichtsstelle aus kann man fast über die ganze Stadt sehen und sich wundern, wie klein alles von dort aussieht. Es war wirklich ein gelungener Tag.

Die Verkehrssituation in London ist übrigens eine ausgeklügeltes System und bietet kaum eine Chance für Leute die unter dem „chronischen Berliner-Schwarzfahrer-Syndrom“ leiden. Die oben bereits erwähnte Oyster-Card ist eine blaue Plastikkarte, die man mit Geld aufladen muss. Fast überall stehen „Top-up“ Automaten. Denn es gibt fast genau so viele Schranken an jeder Station, wie es Automaten gibt. Ohne eine gültige Fahrkarte kommt man gar nicht erst auf den Bahnhof. Man muss seine Karte an die dafür vorgesehene Vorrichtung halten und wird dann durchgelassen – freundliche Automaten haben sie hier!
Ich fahre übrigens sehr oft mit der DLR. Das ist die fahrerlose Schwebebahn. Ich genieße es mit diesem Zug zu fahren, weil die DLR hauptsächlich oberhalb fährt und man ganz wunderbar die Gegend anschauen kann. Guten Anschluss habe ich dann an die Jubelee Line, die mich sogut wie überall hinbringt. Das Gute an London: alle Tubes haben nicht nur eine eigene Farbe auf dem Fahrplan, sie sind auch innen so ausgestattet. In der falschen Bahn sitzen und es erst kurz vor Endstation merken?- Gibts hier nicht! Brilliant oder?!
Ich wohne an einer sehr guten Anbindung. Ich kann sowohl mit der Tube fahren, als auch die National Rail benutzen. Oh und ich konnte am Wochenende auch mal endlich mit den berühmten, super coole, London typischen, roten Bussen fahren. Exiting!! Naja, eigentlich auch nicht viel anders, als in Berlin. Aber die Innenausstattung ist natürlich anders. Rot um genau zu sein.

SO! Vielen Dank fürs tapfere lesen, wer es bis hier her geschafft hat.
Die neuen Bilder in meiner Galerie folgen sogleich
Nächste Ausgabe: Sonntag!

Halbzeit!

Live, Travle, Adventure, Bless…
And Don’t Be Sorry!
– Jack Kerouac

Der erste Monat ist um – warum muss die Zeit in schönen Momenten immer so schnell vergehen?! London wird mit jedem Tag regnerischer. Aber das macht nichts, ich laufe trotzdem zur Arbeit. Manchmal probiere ich neue Strecken aus, damit es nicht immer das Selbe ist. Diese Stadt ist wirklich eine wunderbare Mischung aus alt und modern.

Auf Arbeit ist und bleibt es wie immer. Die Kollegen sind herzlich und hilfsbereit.
Allerdings wurde ich diese Woche mit einer neuen Aufgabe betreut. Meine zu scannenden Cover-Stapel neigen sich dem Ende zu. Darum liegt es nun an mir, diese Bilder  in die Datenbank der MEPL einzupflegen. Dazu muss ich mich ins sogenannte „Back-Office“ einloggen. Von dort aus findet die Beschreibung und die Verschlagwortung statt. Am Anfang war es nicht so leicht die richtigen Worte zu finden, aber mit der Zeit wurde es besser. Zugegeben, teilweise sind die Aufgaben – bis jetzt – recht einseitig, aber das Verschlagworten ist eine gute Übung, um den eigenen Wortschatz ein wenig aufzufrischen und zu erweitern.


Am Wochenende:

Ein wenig bummeln im Covent Garden ist eine gute Idee, wenn es so stark regnet, wie an diesem Wochenende. Der Covent Garden Piazza ist eine überdachte Markthalle, in der früher Obst und Gemüse verkauft wurden. Mittlerweile sind dort kleine Geschäfte eingezogen. Von Topflappen mit Eulenmuster bis hin zu edel aussehendem Schmuck findet man eine Menge schöne Sachen. Einige Stände verkaufen auch sehr schöne Fotographien von London. Zwischen all den hübschen Sachen, ist es schwer nicht alles kaufen zu wollen. Es gibt allen möglichen Schnick-Schnack. Und in meinem Lieblingsladen „Whittard“ kann man Tee, Kaffee und Heiße Schokolade probieren. 😀

Das London Transport Museum habe ich anschließend besucht. Es ist direkt dort um die Ecke und sehr interessant anzusehen. Der Eintritt (16 Pfund) ist allerdings für meinen Geschmack doch recht überteuert. Es ist gut, es einmal gesehen zu haben… aber letzlich hätte ich das Geld doch lieber für etwas anderes ausgegeben.

Meine 3. Woche in London

In dieser Woche habe ich mal etwas neues machen dürfen.
Zwar geht es immer noch ums einscannen von Bilder, doch diesmal durfte ich einen Blick in die älteren Bücher werfen und eine paar schwarz-weiß Bilder in einer nicht ganz so hohen Auflösung wie die bunten Cover scannen. Unser Scann-Experte erklärte mir, was es für Einstellungen benötigte und warum. Anschließend mussten die Bilder wieder etwas aufgefrischt werden. Die Körnung beseitigte ich mit den Weich- und Scharfzeichen-Filtern. Kratzer und Schmutz wurden wie gewohnt mit dem „Clon Stamp Tool“ entfernte. Die Doppelbilder haben mir am meisten Spaß gemacht. Mir wurde gezeigt, wie ich die Hälften zu einem ganzen Bild zusammengefügen kann. Dann musste ich mit dem Clone Stamp die Überschneidungen wegarbeiten. Es war ein wenig wie puzzeln. Danach durfte ich selbst die Bilder auf die Website hochladen.

Zwischendurch konnte ich auch noch ein wenig in die Recherchearbeit einer Bildagentur schnuppern. Ich sollte aus einer Zeitschrift, die als 3 PDF Dateien aufgegliedert war, die Bilder anhand von Schlagworten in der Datenbank finden. Die Schlagworte konnte ich aus den Bildbeschreibungen der Zeitschrift entnehmen. Wenn ich das richtige Bild gefunden hatte, musste ich die Bildnummer in eine andere Maske kopieren und überprüfen, ob das Bild an den Kunden gesendet wurde. Wenn dies der Fall war, wurde die Nummer in einer Exel Tabelle aufgelistet. Manche Bilder waren recht knifflig zu finden. Das Ganze hat einige Tage gedauert, aber es hat Spaß gemacht und war eine gute Abwechslung zum Scannen.


Am Wochenende:

Das Wetter war zum Glück ziemlich gut. Ich habe mir den Hyde Park und den Kensington Garden angesehen. Danach taten mir ganz schön die Füße weh. Ich war den ganzen Tag unterwegs.
Am Sonntag unternahm ich mit Annika einen Tagestrip nach Eastbourne. Wir haben uns Zugtickets gekauft und sind ans Meer und zu den Kalkfelsen gefahren. Es war sehr schön und die frische Meeresluft war einen willkommene Abwechslung zum Stadtgetummel.