SUPER MEGA Sonderausgabe! DIE 5. WOCHE

Diesen besonders ausführlichen Beitrag widme ich einer ganz besonders neugierigen Leserin, der ich an dieser Stelle auch gerne für ihr Interesse und die Unterstuetzung danken möchte. 🙂

So, wo starte ich den jetzt? Am besten wohl am Montag!

Monatge… Seufz.
Eigentlich ist dieser Tag, der, an dem ich mich am besten in der Lage fühle mein englisch zu verbessern. Zwar ist das Aufstehen nach dem Wochenende trotzdem, wie auch in Deutschland, schwer – aber die Motivation wieder einmal englisch sprechen zu können ist ein guter Antrieb.
Wo ich grade so erzähle, fällt mir ein, dass ich meine Wohnsituation ja ganz außer Acht gelassen habe. Das sollte ich natürlich schleunigst ändern!
Ich lebe, wie schon erwähnt, in einem recht hübschen Apartment. Es hat eine ziemlich edel eingerichtete Eingangshalle und zugegeben, am Anfang habe ich mich erschrocken. Mit der Zeit sieht man aber doch mal Leute auf den Fluren und im Fahrstuhl zwischen der Fahrt vom 12. Stock bis ins Erdgeschoss. Und ich muss sagen, keiner sieht aus wie „entsprungen: Marke Superreich“. Ich hatte ja erst gedacht, dass hier nur Prada-Täschchen-Träger mit Gucci-Hundehalsbaender tragenden Hunden ein und ausgehen. Aber thanks God, in London sind die Gehaltsstufen scheinbar etwas anders als bei uns.
Zudem war diese Woche besonders, weil meine Mitbewohnerin für einige Tage im Urlaub war. Das heißt, ich hatte die Wohnung ganz und gar für mich. Was wiederum heißt, dass ich endlich einmal ein wenig fernsehen konnte. Das Programm machte mir allerdings eine Strich durch die Rechnung. Nach der 3 Widerholung der selben Simpsons Folge – ja, die habe ich mir wirklich alle angesehen! 😉 – entschied ich mich das Fernsehen wegen Uninteressantheit sein zu lassen. Es war trotzdem eine nette Abwechslung, denn für gewöhnlich sind wir beide (meine Mitbewohnerin und ich) immer sehr darauf bedacht so leise wie möglich zu sein. Die Wohung ist sehr hellhörig und zudem füren wir eine – nagut, im Grunde gar keine Beziehung. Es ist ein stetiges an einander Vorbeileben. Aber ich will mich nicht beklagen. Es ist ganz in Ordnung so! Und wenn man sich dann doch mal über den Weg läuft, gibt es natürlich trotzdem einen netten Smalltalk.

Nun gut aber zurück zum Montag und dem Rest der Woche.
Der Tag begann mit dem Beenden meines ersten großen Projektes. Alle Cover der Si-fi Reihe „Fantastic Adventures“, die ich bearbeitet habe, sind nun in der Datenbank mit Verschlagwortung und Beschreibung vorhanden. Der nächste Schritt ist dann das Hochladen der Bilder zu den jeweils passenden Bildnummern.

Nach dem ich das Projekt erfolgreich beendet hatte, ging ich unserem Scann-Experten ein wenig zur Hand und übernahm einige kleinere Scann-Aufträge für ihn. Es handelte sich dabei vor allem um Sepia-Illustrationen von Hunden. Mary Evans war anscheindend verrückt nach Hunden, denn die Picture Library beherbergt Unmengen an solchen Illustrationen und Fotos.
Die Bilder wurden in der selben Prozedur wie immer bearbeitet. Mit Photoshop und den entsprechenden Werkzeugen. Besonders knifflig ist es allerdings mit der Farbbalance. Es ist ein wenig Übung und ein gutes Auge erforderlich, um die richtige Farbeinstellung hin zu bekommen. Viele Bilder haben nach dem Scannen einen „Grundfarben-Stich“, manche sind zu rotstichig, manche sind zu grün. Das beeinflusst vor allem auch die Klarheit der Bilder. Ich denke, ich habe mich jedoch schnell eingefunden.
Damit war die Arbeitswoche eigentlich auch schon um. Freitag startete ich dann in mein 2 großes Projekt, dass ich wieder alleine betreue.

Es handelt sich hierbei um das Einscannen verschiedener Fotostrecken mit unterschiedlicher Thematik. Meine ersten Strecken waren Fotos von professionellen Models für die Werbung von Pflege- und Haarprodukten wie zum Beispiel Nivea. Das besondere war diesmal, dass nicht die Bilder selbst sondern deren Negative gescannt werden sollen. Dafür lernte ich wieder eine neue Einstellung mit dem Epson-Scanner-Programm und noch mehr Tricks zur Bearbeitung. Durch das Drücken von Strg + I wird das Negative Bild umgekehrt. Dann sollte der Kontrast aufgewertet und die vorher erwähnte Farbbalance einstellen werden. Viele Negative sind im laufe der Zeit durch Sonnenstrahlen und andere Umstände ein wenig beschädigt. So müssen alle Kratzer und Staub mit dem Clone-Stamp beseitigt werden. Zudem bietet es sich an bei „Beauty-Pictures“ ein wenig Glanz in die Haare zu schmuggeln oder den Lippenstift des Models ein wenig dunkler und kontrastreicher zu schummeln. Vor allem diese Art von Bearbeitung macht mir riesig Spaß!


Am Wochenende:

Den Freitag Abend ließen Annika und ich gemeinsam ausklingen. Dazu trafen wir uns in der Stadt und genossen einen Snack zusammen. Ich habe mir dazu noch ein Gingerbier gegönnt, dass allerdings mehr nach Ginger als nach Bier geschmeckt hat. Naja, trotzdem super lecker!

Samstag Vormittag habe ich mir meine Oyster-Card und den Fotoapperat geschnappt und bin nach Notting Hill gefahren. Dort habe ich mir tatsächlich den Touristenüberfüllten Portobello Market angesehen. Er wird beschrieben als Antiquitätenmarkt, verkauft werden rare Schätze – zumindest wird es so in meinem Reiseführer angepriesen. Wenn ihr mich fagt… spart euch den Portobello Markt, wenn ihr ein wenig bummel wollt. Für mich gab es nur einige wenige interessante Sachen zu sehen. Zum einen war da dieser tolle Laden mit den Kunstwerken des Straßenkünstlers Banksy zu sehen bzw. zu kaufen. Dann gibt es noch einige Shops mit wirklich sehr speziellen Kleidungsstücken und natürlich die vielen Stände mit essen!
Einiges davon sah wirklich besonders aus, und ich meine besonders in einer sehr positiven Weise. Wer kann schon von sich behaupten einen Cocktail aus einer ausgehöhlten Annanas getrunken zu haben? – ich gehöre übrigens leider nicht da zu.
Dafür habe ich mir aber ein ganz besonders großes Bruscetta Brot mit extra Käse gegönnt und war für den Tag voll auf zu frieden!

Das Wetter am Sonntag war wieder mal einmalig. Annika und ich haben uns an der Station Westminster getroffen und haben dann ein Picknick im Park in Hampstead gemacht. Der Park ist toll und vor allem riesig. Von der Aussichtsstelle aus kann man fast über die ganze Stadt sehen und sich wundern, wie klein alles von dort aussieht. Es war wirklich ein gelungener Tag.

Die Verkehrssituation in London ist übrigens eine ausgeklügeltes System und bietet kaum eine Chance für Leute die unter dem „chronischen Berliner-Schwarzfahrer-Syndrom“ leiden. Die oben bereits erwähnte Oyster-Card ist eine blaue Plastikkarte, die man mit Geld aufladen muss. Fast überall stehen „Top-up“ Automaten. Denn es gibt fast genau so viele Schranken an jeder Station, wie es Automaten gibt. Ohne eine gültige Fahrkarte kommt man gar nicht erst auf den Bahnhof. Man muss seine Karte an die dafür vorgesehene Vorrichtung halten und wird dann durchgelassen – freundliche Automaten haben sie hier!
Ich fahre übrigens sehr oft mit der DLR. Das ist die fahrerlose Schwebebahn. Ich genieße es mit diesem Zug zu fahren, weil die DLR hauptsächlich oberhalb fährt und man ganz wunderbar die Gegend anschauen kann. Guten Anschluss habe ich dann an die Jubelee Line, die mich sogut wie überall hinbringt. Das Gute an London: alle Tubes haben nicht nur eine eigene Farbe auf dem Fahrplan, sie sind auch innen so ausgestattet. In der falschen Bahn sitzen und es erst kurz vor Endstation merken?- Gibts hier nicht! Brilliant oder?!
Ich wohne an einer sehr guten Anbindung. Ich kann sowohl mit der Tube fahren, als auch die National Rail benutzen. Oh und ich konnte am Wochenende auch mal endlich mit den berühmten, super coole, London typischen, roten Bussen fahren. Exiting!! Naja, eigentlich auch nicht viel anders, als in Berlin. Aber die Innenausstattung ist natürlich anders. Rot um genau zu sein.

SO! Vielen Dank fürs tapfere lesen, wer es bis hier her geschafft hat.
Die neuen Bilder in meiner Galerie folgen sogleich
Nächste Ausgabe: Sonntag!

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4 Gedanken zu „SUPER MEGA Sonderausgabe! DIE 5. WOCHE

  1. Hier gibt sich ein Fan von diesem Blog einen Ruck und sagt DANKE,DANKE,vorallem auch für die exellente Beschreibung der Freizeitgestaltung,ich möchte gar nicht erst auf Sunday warten,bin so aufgeregt,wie es weitergeht…..very EXCITING

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  2. Ich bin auch Blog-fan und die Fotos sind echt toll.Obwohl du so viel arbeitest, bist Du ganz schön unterwegs.Mehr als was ich in meinem Urlaub mache.Super beschrieben auch Deine Arbeit..
    Weiter so, macht Spass von Dir zu hören.

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