Endspurt: Sieben Wochen London

So langsam geht es auf das Ende meines Auslandspraktikums in der Mary Evans Picture Library zu. Die 7. und vorletzte Woche hier in London versuche ich nun nocheinmal richtig zu genießen.

Meine Aufgaben bestanden diese Woche wieder einmal größtenteils daraus, meine Fotostrecken einzuscannen und zu bearbeiten. Den Ablauf muss ich wohl nicht noch einmal beschreiben. Dafür merke ich, dass ich mich mit Photoshop immer besser auskenne. Ich habe zum Beispiel für mich entdeckt, dass es ratsam ist, sowohl Größe als auch die Werkzeugspitze variieren zu lassen, wenn man Retuschen mit dem Clone-Stamp machen möchte. Bei einem Hintergrund mit einem Farbverlauf ist es einfacher eine Werkzeugspitze mit weichen Kanten zu benutzen. Somit muss man nicht übervorsichtig sein, damit die Bereiche von 2 Farben bzw.Tönen geschmeidig in einander überlaufen. Die Arbeit ist oftmals entspannend. Grade wenn es regnet ist es hier sehr gemütlich, dass kam in dieser Woche recht häufig vor. Die Temperaturen haben sich auch wieder etwas abgekühlt und es sind oftmals angenheme 21 Grad.
Besonders war an dieser Woche, dass mir die Verantwortung für die Vertretung unseren Scann-Experten übertragen wurde. Es war nur für einen Tag und es gab auch nicht übermäßig viel zu scannen, aber trotzdem ist es schön zu merken, dass einem so etwas wichtiges anvertraut wird. Das gab mir auch die Möglichkeit ein wenig mit anderen Kollegen zu arbeiten und diese vor allem etwas besser kennen zu lernen. Am Ende des Tages war ich sehr froh, dass alle offenbar mit meiner Arbeit sehr zufrieden waren und mir dafür ein Lob aussprachen.


Am Wochenende:

Endlich habe ich es einmal geschafft den Brixton Market zu besuchen. Zusammen mit ein paar Kollegen, die sich mir angeschlossen haben. Wir waren erst in einem gemütlichen Pub. Das schöne daran ist, dass ich dadurch auch ein mal die Chance bekomme mit Fremden in Kontakt zu treten. Das verbessert das Englisch ungemein und nimmt einem auch den letzten Rest an Hemmungen vorm Sprechen. Ich habe mich zudem gefreut, dass Berlin laut der meisten, die ich getroffen habe, hohes Ansehen als Stadt genießt. Und noch mehr gefreut habe ich mich, zu hören, dass sich Deutsch für Ausländer anscheinend sehr interessant anhört. Bisher habe ich nur Positives über meine Heimatstadt gehört und bin ehrlich gesagt recht überrascht… und ein wenig stolz bin ich auch. 🙂

Am Samstag habe ich mir in der Beetles+Huxley Galerie eine sehr interessante Ausstellung von Vivian Maier, einer brilliante Fotografin, angesehen. Einige Wochen zuvor sah ich diese interessante Dokumentation „Finding Vivian Maier“ über eine Frau mit einem dunklen Geheimnis. Als ich erfuhr, dass die Ausstellung hier nach London kommen würde, wollte ich unbedingt dort hin. Die private Galerie hat nur einen Raum somit konnte ich die fantastischen Bilder von Filippo Minelli in der Serie Silence / Shapes auch noch bewundern. Anschließend habe ich noch einen längeren Spaziergang durch den Green Park gemacht und mir ein kleines Picknick gegönnt.

Meinen allerletzten Sonntag hier verbrachte ich mit Annika in East London, Old Truman Brewery. Es gibt eine Menge an schönen Shops mit Klamotten und vor allem super gutes Street Food. Ab und an kann man in der Straße auch etwas Street Art sehen. Es gibt einige Künstler, die dort Kunststücke aufführen, ihre brilliante Musik zum Besten geben und vieles mehr. Die Atmosphäre ist auf jeden Fall sehr gut und die Straßen sind nicht so Touristenüberfüllt. Auf alle Fälle einen Besuch wert!

Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf meine letzte Woche. Schon lustig…
Bevor ich hier war, waren genau das meine Gedanken bei der Anreise. Nun sehe ich dem Ende meinens Aufenthalts mit eben diesen Gefühlen entgegen, nur diesmal umgekehrt. Einerseits freue ich  mich riesig, all die lieben Menschen wieder zu sehen, die mir so wichtig sind. Andererseits bin ich jetzt schon traurig die Stadt hier bald verlassen zu müssen, und auch meine Kollegen hier nicht mehr sehen zu können, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe! Es fühlt sich komisch, an sich sowohl zu freuen als auch traurig zu sein.

Eins steht fest: Noch bin ich hier! und ich genieße es!

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2 Gedanken zu „Endspurt: Sieben Wochen London

  1. Ja,ich werde traurig sein wenn du deinen Blog einstellst,aber auf Regen kommt Sonne und ich bin froh das ich alles lesen durfte .dies sei dir zum Trost gesagt….thank`s a lot ,aber einen Blog schreibst du doch noch ,oder,hoffe,hope so 🙂 😦 🙂

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